Nachtfahrschule Strada Nora

05.08.2011 19:00 - 06.08.2011 17:00

Am 5. August um 1900 Uhr begrüsste der Präsident die dreizehn Teilnehmer zur diesjährigen Nachtfahrschul-Übung STRADA-NORA in Rothenburg. Einen speziellen Willkommensgruss ging an den Kollegen der ARTM FR, Stefan Bächler, der das erste Mal bei der GMMU mitmachte.

Nach den Erklärungen und Aufforderung des Präsidenten, gefühlvoll und vorsichtig zu fahren und der Bekanntgabe des Tages(Nacht)ziels, wurden die Fahrzeuge gefasst und alsbald fuhren wir Richtung Süden. Kaum unterwegs, kam der Regen ins Spiel und blieb uns mehr oder weniger treu bis zum Nachtziel. Unser Weg führte via Brünigpass auf den Grimselpass zum „Znüni-Halt“ auf dem Hospiz.

Es war bereits dunkel und ein kühler Wind blies über den Pass. Frisch gestärkt nahmen wir alsbald die restliche Strecke bis zum Simplon Hospiz unter die Räder, wo wir unser Nachtlager beziehen konnten. Wegen dem schlechten Wetter (Gewitter / Windböen / Nebel / Wolken) und den engen Stellen, wurden wir auf dem Weg dorthin regelrecht gefordert (das war ja auch das Ziel dieser Nachfahrschule). Als spezielle Zugabe hatte es auch noch die unerlässlichen Baustellenengpässe unterwegs.

Nachdem der ganze Konvoi unfallfrei am Ziel angekommen und motorfahrermässig die Fahrzeuge parkiert waren, bezogen wir unsere Unterkunft. Es ist dies ein Ferienheim, einfach aber absolut passend. Zuerst sassen wir alle noch zum promillefreien Schlummertrunk, zum Geniessen der feinen Fleisch- und Käseplatte zusammen und man konnte an diversen Motorfahrer-Gesprächen teilhaben. Später ging’s unter die Decke, denn der nächste Morgen kommt bekanntlich immer schnell wieder…

Morgens nach halb sieben standen die ersten Kameraden auf und wir staunten draussen über das schönste Wetter und die verschiedenen Aussichten, von denen man gestern keine Spur sah. Ab 7 Uhr trafen sich alle beim reichhaltigen Frühstück vom Hüttenwart. Keine Hetzerei, friedliches Essen und plaudern und um 08.15 Uhr starteten wir zuerst mit einem Abstecher zum Adlerdenkmal, um noch Fötelis zu schiessen und die bergige Umgebung zu betrachten.

Danach ging’s das Wallis runter bis ins waadtländische Aigle, um dort den Col du Pillon unter die Räder zu nehmen. Die einen wählten den Weg Bex – Col de la Croix – Pillon, andere kurvten von Aigle direkt zum Col du Pillon hoch. Heute war uns das Wetter hold (Sonne) und es war angenehm warm. Im Passrestaurant genossen wir in der heimeligen Stuben-Atmosphäre das feine Mittagessen. Zum Dessert überraschte uns der Präsident mit der Aufforderung, das Kaffee auf 3000 Meter einzunehmen. Kurz darauf liessen wir uns per Seilbahn auf den Glacier 3000 hoch hieven. Zur gleichen Zeit fand der Glacier 3000 Berglauf statt, der von der Bahn aus live miterlebt werden konnte. Die Läufer starten in Gstaad (1200 Meter) und rennen auf den Gipfel in 3000 Meter Höhe. Und dies in etwas mehr als 2 Stunden, unglaublich!

Auf dem Gipfel oben blies uns ein kalter und bissiger Wind um die Ohren, dafür war die Aussicht fantastisch. Erstaunlich, wie schwarz der Gletscherschnee war. Etwa Vulkan-Asche? Das Kaffee in der Wärme und mit ein paar super Fotos mehr in der Kamera ging es dann wieder runter zu unseren Fahrzeugen und in die wärmeren Zonen. Unser nächstes Ziel war via Brünigpass wieder Rothenburg und so schloss sich unser Kreis wieder.

Trotz allem konnte man als aufmerksamer „Co-Pilot“ einige landschaftliche Leckerbissen betrachten und geniessen. Nach dem Tanken, Waschen und Zustandsrapport ausfüllen und dem erneuten Aufstellen der Fahrzeugen auf dem Platze nahm unsere diesjährige „STRADA-NORA 2011“ trotz dem miesen Startwetter von gestern ein glückliches und unfallfreies Ende. Es war ein super Anlass und es hätte noch mehr Fahrzeuge zum Bewegen in Rothenburg gehabt. Hier ist jedermann willkommen und ein Highlight ist immer dabei. Also, wer sich hier beim Lesen angesprochen fühlt, komm doch nächstes Mal auch mit.

Den beiden Organisatoren, Herbert und Martin, sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank von allen Teilnehmern sicher mehr als verdient!

Nachdem sich alle in der GMMU-Familie verabschiedet hatten, fuhr jeder wieder seinem Heim zu. Leider begann es beim Wegfahren leicht zu regnen, was für 2-Radfahren keinen Spass macht, aber nach Sandplatten war die Strassen für mich bis nach Hause im Wiggertal trocken und die Sonne lachte wieder.

Allen bis zur nächsten STRADA-NORA 2012 oder einem andern GMMU-Anlass, eine schöne und kurzweilige Zeit.


Ernesto Graf

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