Schäden bei den Lieferwagen 2,2t, gl 4x4, DURO

27.03.2011 14:52 von Lt Muggli Matthias

Defekte überwiegend auf Fehlbedienungen zurückzuführen

Einem Bericht der Sonntagszeitung Ende Oktober 2010 zufolge häuften sich die Schäden an den geländegängigen Lieferwagen des Typs Duro. Mehrere Hundert Fahrzeuge seien in Reparatur oder am Lager und stünden damit der Truppe nicht zur Verfügung, erklärte damals ein Armeesprecher. Die Armee bezeichnet die Lieferwagen Duro als sogenanntes Engpasssystem. Es stehe nur eine unzureichende Stückzahl an Fahrzeugen zur Verfügung und diese würden damit zu stark beansprucht, was sich in der grossen Zahl der Ausfälle widerspiegle.

Es ist wohl einzusehen, dass eine hohe Laufleistung mit einem höheren Wartungsaufwand wie dem Ersatz von Verschleissteilen einhergeht. Im Zusammenhang mit den aufgetretenen Schäden wurden jedoch auch überhitzte Automatikgetriebe, abgescherte Parksperren und defekte Untersetzungsgetriebe erwähnt. Hier sollte dann schon die Frage gestattet sein, ob solche Defekte auf die intensive Nutzung alleine zurückzuführen sind.

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© VBS, Zentrum elektronische Medien (ZEM)

Tatsächlich wurde diese Frage nicht nur bei Truppe sondern durchaus auch bei den Militärmotorfahrergesellschaften selbst diskutiert. Beim Motorfahrerverein St. Gallerland/Graubünden hat man sich mit den Schäden an den Duros eingehender befasst und Massnahmen zur Verhütung der Schäden vorgeschlagen (siehe Link am Ende des Artikels). Die wichtigste Erkenntnisse in der Übersicht:

  1. Überhitzte Getriebeautomaten treten insbesondere auf bei längeren Steigungen und geringen Motordrehzahlen. Die Begründung liegt im schlechten Wirkungsgrad des hydrodynamischen Wandlers bei solchen Betriebsbedingungen sowie der schlechteren Kühlung bei geringeren Fahrgeschwindigkeiten. Bei Aufleuchten der Warnanzeige ist gemäss Betriebsvorschrift vorzugehen.
  2. Defekte Parksperren sind die Folge, wenn die Parkstellung am Automatikgetriebe eingelegt wird, bevor sich das Fahrzeug im Stillstand befindet. Grundsätzlich ist das Fahrzeug vor Einlegen der Parksperre mit der Handbremse zu sichern.
  3. Um Schäden beim Wechsel in die Geländeuntersetzung zu vermeiden, darf dabei eine Fahrgeschwindigkeit von 15 km/h nicht überschritten werden.

Detaillierte Informationen zu den genannten Problemen sind unter nachfolgendem Link erhältlich. Es ist dort auch angeführt, wie sich ein übermässiger Bremsbelagverschleiss durch den wirkungsvollen Einsatz der Motorbremse verhindern lässt.

tl_files/gmmu/core/icons_silk/link_go.png Probleme beim Bucher Duro 4x4 (MMV SGO/GR)

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