Jahresrückblick des Bundesamts für Strassen (ASTRA)
30.01.2012 13:07 von Maj Haas Herbert
Erstmals über 4 Millionen Personenwagen
Im Jahr 2010 waren 5,4 Mio. Strassenfahrzeuge in der Schweiz immatrikuliert, 42% mehr als 1990. Der Bestand der Personenwagen hat 2009 die Viertelmillionengrenze überschritten und ist inzwischen auf 4,1 Mio. Fahrzeuge angewachsen. Der wachsende Fahrzeugpark hat sich dabei zugunsten der Motorräder und Personenwagen mit Diesel- oder Hybridantrieben verschoben.
Aktueller Fahrzeugbestand (nur Personenwagen)
Luzern 185’867
Uri 17’699
Nidwalden 23’874
Obwalden 19’542
Schwyz 86’245
Zug 66’963
Zunahme der Ausweisentzüge um 5,4 Prozent
Auf den Schweizerstrassen mussten im Jahre 2010 genau 78'986 Fahrzeuglenkerinnen- und Lenker ihren Führerausweis abgeben. Dies sind rund 4000 oder 5,4% mehr als ein Jahr zuvor. Wegen zu schnellen Fahrens mussten so viele Ausweise wie noch nie abgegeben werden. Die Zahl der Entzüge wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand hat entgegen den Vorjahrstrend wieder zugenommen.
So wenig Unfalltote auf Autobahnen und Strassen seit 2005 nicht mehr
Im Jahre 2010 starben bei Verkehrunfällen auf den Schweizer Autobahnen und Autostrassen 38 Menschen. Nur im Jahre 2005 waren gleich wenig Tote zu verzeichnen. Die Getöteten machten im Jahr 2010 1,2% der Verunfallten (Verletzte und Getötete) aus. 86,1% der wurden als leicht- und 12,7% als schwerverletzt registriert.
Asphalt auf den Strassen
Auf den schweizerischen Autobahnen liegen 25 Millionen Tonnen Asphalt – ein Band aus Sand, Steinen und Bitumen. Es gibt verschiedene Sorten. Der eine schluckt den Lärm am besten, der andere erträgt den Druck besonders gut und der dritte ist wasserdurchlässig.
Asphalt besteht zu 95% aus Kies und Sand sowie 5% Bitumen. Bitumen ist nicht Teer. Das Bindemittel Teer stammt aus der Steinkohle und ist bräunlich und richt markant süsslich. Im Volksmund hat das Wort Teer generell als Bezeichnung für Strassenbelag etabliert. Die Verwendung des Materials Teer ist allerdings seit den 80er Jahren verboten, weil er stark gesundheitsgefährdet ist.
Bitumen ist das heute eingesetzte Bindemittel im Asphalt und unterscheidet sich von Teer darin, dass es ein Erdölderivat ist. Es ist die primäre Ausscheidungssubstanz bei der Raffinerie von Erdöl. Bitumen ist im Gegensatz zum bräunlichen Teer schwarz und riecht weitgehend neutral. Im Gegensatz zum Teer kann das ausgebaute Bitumen bedenkenlos wiederverwertet werden. Der Autobahn-Asphalt kann zu 30 bis 60 Prozent aus wiederverwertetem Material bestehen.




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